Absentismus

Konzeption der Gutzmannschule

Absentismus (= Schulverweigerung) ist als eine verfestigte Ablehnungshaltung gegenüber der Schule anzusehen und kann in ganz verschiedenen Formen auftreten.

Neben dem Fernbleiben vom Unterricht ist auch geistiger und emotionaler Absentismus (innere Abwesenheit, Verweigerung von Mitarbeit, Passivität etc.) eine Form der Schulverweigerung. Wir nehmen Absentismus als eine pädagogische Herausforderung wahr, indem wir uns bemühen, die Ursachen für die Schulverweigerung zu ergründen, um dann entsprechende Reaktionen bzw. sinnvolle Maßnahmen vornehmen zu können.

Uns ist ein schnelles Reagieren im Sinne von Nachfragen und Suchen auch deshalb wichtig, weil Absentismus häufig als Hilferuf zu verstehen ist.

Wir bemühen uns grundsätzlich darum, einen guten Kontakt zu den Erziehungsberechtigten herzustellen und zu pflegen. Das Wahrnehmen von auffälligen Veränderungen im Verhalten sollte frühzeitig zu einem gegenseitigen Kontakt führen, um gemeinsam Hilfsmaßnahmen zu überlegen.

Daher legen wir auf folgende pädagogische Maßnahmen und Regelungen besonderen Wert:

  • Uns ist es wichtig, dass bei unentschuldigtem Fehlen sofort der Kontakt zwischen Schule und Elternhaus hergestellt wird.
  • Deshalb ist es notwendig, dass die Erziehungsberechtigten das Fehlen ihres Kindes bereits am 1. Tag telefonisch mitteilen.
  • Erfolgt dies nicht, wird die Schule ihrerseits (in der Regel der Klassenlehrer/die Klassenlehrerin) den direkten Kontakt zu den Erziehungsberechtigten aufnehmen.
  • Ab dem dritten Fehltag erbitten wir grundsätzlich eine schriftliche Entschuldigung.
  • Bei gehäuftem oder längerem Fehlen kann eine ärztliche Bescheinigung erforderlich sein!
  • Eine Klassenkonferenz kann darüber beraten, ob zur Hilfestellung bzw. Unterstützung der schulischen und elterlichen Bemühungen weitere Personen herangezogen werden (z.B. Mitarbeiter des Jugendamtes, Psychologen,eine Erziehungsberatung, andere Verwandte des Schülers/der Schülerin).
  • Außerdem kann eine Klassenkonferenz hinsichtlich der vorliegenden Problematik besondere Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen beschließen.
  • Fehlzeiten werden bei der Benotung von Klassenarbeiten in der Regel nicht berücksichtigt. Über Ausnahmen entscheiden die KollegInnen.
  • Durch Fehlen versäumte Unterrichtsinhalte werden selbstständig nachgeholt, wobei die Schüler sowie die Erziehungsberechtigten für die Beschaffung der Inhalte verantwortlich sind. Rückfragen an die Fachlehrer sind selbstverständlich möglich.

Sollten unsere pädagogischen Bemühungen keine positiven Veränderungen des Verhaltens bewirken, erfolgen weitere Maßnahmen (z. B. eine schriftliche Abmahnung, Einleitung eines Bußgeldverfahrens, Anzeige beim Schulträger).