Förderkonzept

Aufgabe und Ziel ist es, jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler unter Berücksichtigung der individuellen Voraussetzungen durch differenzierenden Unterricht und ein anregungsreiches Schulleben im Hinblick auf die Persönlichkeitsentwicklung, die sozialen Verhaltensweisen sowie die kognitiven und praktischen Fähigkeiten bestmöglich, umfassend und nachhaltig zu fördern und zu fordern.

Dies schließt individuelle Hilfen für Schülerinnen und Schüler mit Lernrückständen oder besonderen Problemen beim Lernen ein.

Um diesen Kindern gezielt und individuell helfen zu können, beobachten wir sie zielgerichtet, um ihren Entwicklungsstand feststellen und sie begleiten zu können, ermitteln wir ihre Lernvoraussetzungen, stellen ihren aktuellen Lern- und Leistungsstand fest und analysieren ihn sorgfältig, damit wir sie wirklich da abholen können, wo sie stehen.

Wir bemühen uns, ihre individuellen Stärken herauszufinden und die Ursachen für ihre Lernschwierigkeiten möglichst früh zu erkennen, nutzen die Fehler, die sie machen, als Chancen, indem wir sie analysieren, wir motivieren sie, indem wir ihnen Hilfestellung geben, sie unterstützen und ermutigen. Außerdem erstellen wir auf der Basis unserer Diagnose gezielte, individuelle Förderpläne, die kleinschrittige Lernangebote ausweisen, die sich am aktuellen Leistungsstand orientieren.

Die individuelle Förderung und Forderung findet an unserer Schule schwerpunktmäßig im Rahmen eines therapieimmanenten Unterrichts und der inneren Differenzierung in Arbeitsphasen des gemeinsamen Unterrichts statt, in denen Schüler/- innen allein, zu zweit oder in Gruppen arbeiten. Die Differenzierung erfolgt qualitativ und quantitativ und bezieht sich z.B. auf das Anschauungsniveau, die Methode, die Medien, die Art der Hilfestellung und die Sozialform. Sie bietet sich bevorzugt an in offenen Unterrichtsformen, aber auch im Anschluss an frontal gestaltete Unterrichtsphasen.

Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen und Neigungen, die ihren Lernstoff schneller bewältigen, bieten wir im differenzierenden Unterricht zusätzliche Lernanreize und Gestaltungs-möglichkeiten. Sie haben die Möglichkeit, die ersparte Lernzeit für ihre individuellen Interessen zu nutzen. Das Lernen mit Hilfe von zusätzlichen Lernangeboten im Rahmen von Wochenplänen, das Lesen von Büchern und die Nutzung der in fast jedem Klassenraum vorhandenen Computer bieten hier interessante Chancen und Möglichkeiten.

Grundschule

  • Für Klasse 1: je eine Klassenförderstunde in Kleingruppen im Bereich Deutsch, Mathematik, Sprachförderung und Sport , meist parallel zum Unterricht, in Einzelfällen angehängt
  • Für Klasse 2 bis 4: ca. 3 Förderstunden pro Woche, parallel zum Unterricht
  • Deutsch: reduzierter Grundwortschatz, Lautgebärden, Modelliertechniken, Leseclub in Klasse 3 und 4,
  • Flexibler Umgang mit Lineaturen (größere Lineaturen in Schreib- und Rechenheften für Kinder mit feinmotorischen Schwierigkeiten)
  • Mathematik: konkretes Anschauungsmaterial

Hauptschule

  • je eine Klassenförderstunde in Deutsch, Mathe, Englisch parallel zum Unterricht
  • Englisch: therapieimmanenter Unterricht speziell zur Lautbildung, auditiven Wahrnehmung und Merkfähigkeit
  • Bewerbungstraining: pragmatisch-kommunikativer Schwerpunkt

Förderpläne

Aktuelle Ermittlung des Sprach- und Lernstandes zur Einschulung bzw. Umschulung für jeden Schüler bzw. jede Schülerin.

Es erfolgt eine halbjährliche Aktualisierung und Festlegung eines Förderschwerpunktes im Team bei den Zeugniskonferenzen.

Förderung der Sprache in den einzelnen Bereichen

Phonetisch-phonologische Ebene

  • Lautgebärden
  • Minimalpaarübungen
  • Schulung der auditiven Wahrnehmung
  • Myofunktionelle Übungen
  • Anbahnung und Festigung von Lauten

Semantisch-lexikalische Ebene

  • kriteriengeleitete Begriffsanbahnung
  • Wortfelder
  • Oberbegriffsbildung
  • Wortfamilien
  • Wortschatzerweiterung in allen Fächern

Syntaktisch-morphologische Ebene

  • Modellierungstechniken wie Expansion, Extension und Umformung
  • Wortbausteine
  • Spiele und Übungen zu Satzmustern und Satzteilen

Pragmatisch-kommunikative Ebene

  • Offener Unterrichtsbeginn zur Förderung der Kommunikation untereinander
  • Erzählkreis mit festgelegten Gesprächsregeln
  • Festgelegte Frühstückszeit zur Förderung der Klassenkommunikation
  • Rollenspiele
  • Theaterspiele
  • Intensive Vorbereitung und Übung von Bewerbungsgesprächen
  • Besuch außerschulischer Lernorte