Medienkonzept

1. Definition des Begriffs Medienkompetenz

Medienkompetenz bezeichnet nach Dieter Baacke (Gründungsvorsitzender des Fachverbandes für Medienpädagogik und Medienkompetenz) die Fähigkeit, Medien und die durch Medien vermittelten Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend effektiv nutzen zu können. Die Medienkompetenz umfasst deshalb mehrere Fähigkeiten:


  • Medien (Bücher, Zeitschriften, Internet, Hörfunk, Fernsehen usw.) kennen und nutzen können bspw. ein Buch in der (Schul-)Bibliothek suchen und entleihen können
  • sich in der Medienwelt orientieren können bspw. unter verschiedenen Fernsehangeboten eine Nachrichtensendung finden
  • an medial vermittelter Kommunikation teilnehmen können bspw. eine E-Mail schreiben
  • eine kritische Distanz zu Medien halten bspw. kommerzielle oder politische Interessen in journalistischen Beiträgen erkennen können (Arbeit in der Hauptstufe, GSW)
  • selbst kreativ in der Medienwelt tätig werden bspw. Schülerzeitung der Gutzmannschule

2. Rechtliche Grundlagen

Das Medienrecht befasst sich mit folgenden Aspekten:

  • Medienfreiheit von Presse, Funk und Film, Multimedia und Internet
  • Gewährleistung einer allgemein zugänglichen Kommunikationsstruktur
  • Sicherung der Meinungsvielfalt
  • Schutz des Mediennutzers
  • Datenschutz
  • Jugendschutz
  • Schutz geistigen Eigentums

Alle an der Erziehung von Kindern und Jugendlichen haben in diesem Sinne dazu beizutragen, dass Schüler lernen, Medien verantwortungsvoll zu nutzen. Die verschiedenen Medien sollen im Unterricht thematisiert und eingesetzt werden, um den Schülern einen Zugang zu ermöglichen. Gleichzeitig müssen sie angeregt werden, eine kritische Distanz zu Medien aufzubauen.

3. Bildungspolitische Ziele

Der Erwerb von Medienkompetenz ist sowohl Allgemeinbildung sowie ein wichtiger Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung. Die Vermittlung von Medienkompetenz ist außerdem praktizierter präventiver Jugendschutz, da insbesondere junge Menschen lernen müssen, sich vor den Risiken zu schützen, denen sie durch die Ausnutzung der Globalität und Anonymität des Internets durch andere ausgesetzt sind (vgl. Medienkompetenz in Niedersachsen, 2012).

  • Fähigkeit zur aktiven Kommunikation
  • Erlernen und Anwenden spezifischer Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten und journalistischer Methoden
  • Planung und Recherche über die Produktion und Gestaltung bis zur Fähigkeit der Verbreitung eigener audiovisueller Erzeugnisse
  • Fähigkeit im Umgang mit technischen Bedingungen (Kamera, Ton, Licht, Schnitt, usw.)
  • Kompetente Rezeption
  • Sensibilisierung der eigenen Wahrnehmung und Fähigkeit zur Filterung und kompetenten Analyse audiovisueller Informationen mit dem Vorsatz der kritischen und emotional distanzierten Wahrnehmung; Vermittlung von Format- und Genrewissen

Quelle: Kompetenzorientiertes Konzept für die schulische Medienbildung, Länderkonferenzmedienbildung, 01.12.2008, www.laenderkonferenz-medienbildung.de/LKM-Positionspapier.pdf

Medienkompetenz gelingt nicht isoliert durch das Lernen über Medien, sondern durch das Lernen mit Medien. Der Auftrag zum Erwerb von Medienkompetenz ist ein Auftrag an alle Fächer (vgl. Medienkompetenz in Niedersachsen, 2012).

4. Umsetzung in der Gutzmannschule

Medienart Bestandaufnahme Ziele/Einsatz
Foto und Video Digitalkamera
Digitalvideokamera
Fernseher
DVD-Player
Videogerät, Beamer
Erstellung von Unterrichtsmaterial
Handlungskarten
Einsatz in allen Fächern
SU
Chronik
Schulprojekte
Schülerzeitung KINO-Schule
Neue Medien Computerraum mit iMacs mit DVD Laufwerk, Headset, USB-Anschluss, Netzwerk-Drucker, Lautsprecher, Internetzugang, PCs in Klassenräumen mit CD–Rom Laufwerk, Lernsoftware (DE, EN, MA), Audiolog

geplante Erweiterung auf Multimedia-Rechner mit Internetzugang in jedem Klassenraum

Beamer (im NTW Raum und zur Ausleihe) Laptops und MacBooks zur Ausleihe iPads zur Ausleihe
GS:
Sicherheit im Umgang mit dem Rechner mittels einfacher Spiel- und Lernprogramme, Fortbildung zur Internetkompetenz durch smiley e. V. für die Jahrgänge 3/4 im Sj 11/12
HS:
Einsatz des PCs zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen, Erarbeitung von Referaten, sichere Anwendung des Schreibprogramms, als Hilfestellung zur Rechtschreibkorrektur und Recherche, PC-Führerschein Klasse 6, PC-AG, Erstellen einer Schülerzeitung
Klassenraum: LRS-Förderung in Differenzierung und Freiarbeit
Sprachtherapie:
Verwendung spezieller Software zur phonetisch-phonologischen Förderung Präsentation von Fotos, Filmen (Klassenfahrten, Projekte, Referate)
Bücher Schülerbücherei (Lese-Club, Bilderbuchkino, Hörbücher, Hörclub)
Lehrerbücherei (Handbücher, didaktische Materialien, Zeitschriften), Antolin Lizenz
GS/HS:
Lese-AG
Bücher zur Informationsgewinnung nutzen Freude am Lesen, Autorenlesung, Lesemotivation erhöhen durch Verbindung von Print– und Digitalmedien
Büchereibesuche
Buchvorstellungen Vorlesewettbewerbe Kollegium: Anregungen für die Unterrichtsvorbereitung
Literatur für den Unterricht in GS und HS
Fachspezifische Geräte Musik (Mischpult, Keyboard mit Diskettenlaufwerk)
NTW iPads
Musik in GS/HS: Umgang mit technischen Geräten, AG Veranstaltungstechnik
Freude an Musik
Vorbereitung von Schulfeiern

Anlagen und weitere Informationen

Technikliste der Gutzmannschule

Medienkompetenz in Niedersachsen – Meilensteine zum Ziel, Presse– und Informationsstelle der Niedersächsischen Landesregierung, 2012

Portal Medienbildung auf NiBiS www.nibis.de/nibis2/nibis.phtml 

www.medienkompetenz-niedersachsen.de